Registry anderer Benutzer reparieren

Dieser Tip funktioniert auch unter Windows 2000.
Wenn man über die notwendigen Rechte verfügt kann man die Registry eines Benutzers einfach bearbeiten, ohne sich mit dem zu bearbeitenden Benutzerprofil anzumelden.Als Windows-XP-Anwender startet man die Registry mit
Alle Baumstrukturen müssen geschlossen sein, dann markiert man HKEY_USER, und im Menü auf Datei/Struktur laden.
Im Profilverzeichnis des Users sucht man die ntuser.dat auswählen, (c:\Dokumente und Einstellungen\Name\ntuser.dat)

Hat man die ntuser.dat geladen, muß man einen beliebigen Schlüsselnamen vergeben, der als Unterschlüssel fungiert.

Im Unterschlüssel des Benutzers können die Änderungen gesetzt werden.
Danach über Datei/Struktur entfernen, den Schlüssel wieder löschen, die Änderungen sind in der User Registry
festgeschrieben.

 
Master File Table erweitern 

Dieser Tip funktioniert auch unter Win 2000.
Die Master File Table (MFT) ist eine Datei , die auf NTFS-Laufwerken
Informationen über alle auf dem Datenträger existierenden Dateien und Ordner enthält. Standardmäßig ist die Größe dieser Datei begrenzt, zu einer verlangsamung des Systems führen kann wenn sich viele Dateien auf dem Datenträger befinden.
Um dem vorzubeugen muß man in die Registry.

Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\ CurrentControlSet\ Control\ FileSystem

legt man eine neue DWORD-Variable mit Namen NtfsMftZoneReservation an. Der Wert 1 steht
für 12,5% des freien Festplattenspeicherplatzes und ist Standard. Bei Bedarf wählt man den Wert 2 welcher 25% des Speicherplatzes zusichert.

 
Spoolerverzeichnis ändern

Das Spoolerverzeichnis befindet sich normalerweise auf
%SYSTEMROOT%\System32\spool\printer.

Wer dies nicht will, weil er z.B. keinen Platz auf dieser Partition hat, dann muß man dieses per Registry ummounten
unter HKEY_LOCAL_MACHINE\ System\ CurrentControlSet\ Control\ Print\
Printers
muss man nur den Wert von DefaultSpoolDirectory auf den gewünschten Pfad umstellen

 
USB-Schreibschutz aktivieren/deaktivieren
Seit dem Service Pack 2 für Windows XP gibt es die Möglichkeit den Schreibzugriff auf USB-Geräte (z.B. USB-Sticks) zu unterbinden.
Um wieder Zugriff zu erhalten kann es nötig sein dies per Registry realisieren zu müssen. Gehe unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\StorageDevicePolicies
und editiere den Unterschlüssel StorageDevicePolicies (muß eventuell noch erstellt werden). Erstelle dort einen DWORD-Eintrag mit dem Namen WriteProtect" und setze demn Wert 1 für Schreibschutz aktiviert oder 0 für deaktiviert.
 
Lästige Media Player Menüeinträge wieder los werden

Der Windows Media Player nistet sich einmal installiert mit verschiedensten Einträgen für im Kontextmenü ein. Verwendet man ein anderes Programm wie z.B. Winamp sind diese Einträge nicht erwünscht.
Über die Registry kann man diese Einträge aus den Menüs entfernen, dazu geht man unter HKEY_CLASSES_ROOT\Clsid\ und löscht diese CLSIDs. Eine Sicherung der einzelnen Schlüssel wäre angebracht.

Auf CD oder Gerät kopieren: {8DD448E6-C188-4aed-AF92-44956194EB1F}
In Warteschlange aufnehmen: {F1B9284F-E9DC-4e68-9D7E-42362A59F0FD}
Mit Windows Media Player wiedergeben: {CE3FB1D1-02AE-4a5f-A6E9-D9F1B4073E6C

 
Zerschossene Registry von Hand reparieren
Eine typische Fehlermeldung die auf eine zerschossene Registrierdatenbank hinweißt könnte so aussehen: c:\windows\system32\config\system fehlerhaft oder beschädigt!
Gerne tritt dieses System auf wenn XP abgewürgt wird, und den Schreibcache nicht sauber zurück schreiben kann.

In diesem Fall bootet Windows natürlich nicht mehr, nun hat man die Wahl ob man eine Reparaturinstallation durchführt
oder das ganze manuell repariert.

Fehlerbehebung:
Von CD booten und im Menü „R“ die Wiederherstellungskonsole auswählen, dann folgende Befehle eingeben:

cd c:\windows
md tmp
copy c:\windows\system32\config\system c:\windows\tmp\system.bak
copy c:\windows\system32\config\software c:\windows\tmp\software.bak
copy c:\windows\system32\config\sam c:\windows\tmp\sam.bak
copy c:\windows\system32\config\security c:\windows\tmp\security.bak
copy c:\windows\system32\config\default c:\windows\tmp\default.bak

del c:\windows\system32\config\system
del c:\windows\system32\config\software
del c:\windows\system32\config\sam
del c:\windows\system32\config\security
del c:\windows\system32\config\default

copy c:\windows\repair\system c:\windows\system32\config\system
copy c:\windows\repair\software c:\windows\system32\config\software
copy c:\windows\repair\sam c:\windows\system32\config\sam
copy c:\windows\repair\security c:\windows\system32\config\security
copy c:\windows\repair\default c:\windows\system32\config\default

Mit diesen Befehlen wird ein Backup der kaputten Registry in tmp erstellt. Dann wird eine Sicherung zurückkopiert. Damit ist das System wieder bootbar. Nach einem Neustart, meldet man sich im abgesicherten Modus (F8) als Administrator an. Dann öffnet man den Ordner System Volume Information Dieser Ordner enthält mehrere _restore {GUID} (z.B. _restore{87BD3667-3246-476B-923F-F86E30B3E7F8}) Ordner. Nun öffnet man einen Ordner der NICHT zum aktuellen Zeitpunkt erstellt worden ist, aber möglichst nahe am aktuellen Datum liegt. Der Ordner sollte mehrere Unterordner enthalten, die mit RP beginnen, dies sind die Wiederherstellungspunkte. In einem dieser Ordner öffnet man nun das Verzeichnis snapshot und kopiert die Dateien

_REGISTRY_USER_.DEFAULT
_REGISTRY_MACHINE_SECURITY
_REGISTRY_MACHINE_SOFTWARE
_REGISTRY_MACHINE_SYSTEM
_REGISTRY_MACHINE_SAM

in den C:\Windows\tmp Ordner. Dies sind die Backup-Registry-Dateien. Da zum Starten bis jetzt die Registry-Dateien des Setups verwendet wurden, kennt XP keine Wiederherstellungspunkte. Deshalb war es nötig die Daten zu kopieren. Ausserdem ist der Ordner System Volume Information in der Wiederherstellungskonsole nicht verfügbar.

Im nächsten Teil wird die Registry ausgetauscht. Dazu die Wiederherstellungskonsole booten und folgende Befehle eingeben:

del c:\windows\system32\config\sam
del c:\windows\system32\config\security
del c:\windows\system32\config\software
del c:\windows\system32\config\default
del c:\windows\system32\config\system

copy c:\windows\tmp\_registry_machine_software c:\windows\system32\config\software
copy c:\windows\tmp\_registry_machine_system c:\windows\system32\config\system
copy c:\windows\tmp\_registry_machine_sam c:\windows\system32\config\sam
copy c:\windows\tmp\_registry_machine_security c:\windows\system32\config\security
copy c:\windows\tmp\_registry_user_.default c:\windows\system32\config\default

Nach einem Neustart kann das System nun zu einem früheren Punkt wiederhergestellt werden.
Eine noch ausführlichere Beschreibung findet man in dem Artikel Q307545 von Microsoft.