Verteiltes Dateisystem (Distributed File System)

Durch das verteilte Dateisystem (Distributed File System, DFS) wird es möglich Benutzern den Zugriff auf Dateien zu erleichtern, die in einem Netzwerk physikalisch verteilt sind. Mit DFS kann man auf mehrere Server verteilte Dateien für Benutzer so bereitstellen , als ob diese sich an einem Ort befinden würden. Dieser Artikel geht von einem AD integrierten DFS aus.

Unter Windows Server 2003 Enterprise Edition und Datacenter können sogar mehrere DFS Stämme gehosted werden.

Man unterscheidet generell

eigenständeiges DFS Stammsystem
AD integriertes Stammsystem

Vorteile:

Benutzer müssen nicht länger den tatsächlichenSpeicherort von Dateien kennen um auf diese zuzugreifen zu können.
Besssere Lastverteilung der Server untereinander.
Hohe Verfügbarkeit durch Replikation der DFS Stämme.
Das hinzufügen von Speicherorten ist jederzeit möglich

Wann verwendet man DFS ?

Wenn gelegentlich neue Dateiserver hinzugefügt werden. Der Speicherort nicht immer gleich ist. Benutzer auf mehrere Standorte verteilt sind
Der Zugriff für Benutzer soll erleichtert werden. Als Dateisystem muß NTFS verwendet werden

Domänen-DFS unterstützt verteilte Standorte, ein Client versucht immer zu erst Ziele am eigenen Standort zu finden, sollte diese Suche nicht zum Erfolg führen werden weitere Standorte durchsucht. Es kann allerdings auch explizit festgelegt werden das nur am DFS am eigenen Standort verwendet werden darf.

Der Zugriff auf Namen, die im DFS-Namespace reserviert sind, führt immer zu einem Zugriff auf den Namespace. Dies gilt ebenfalls , wenn eine Freigabe auf dem Computer existiert, die nicht Teil des DFS-Namespaces ist.

Alle Clients der Domäne, in der ein DFS-Namespace liegt , haben Zugriff auf den Namespace. Clients von vertrauenden Domänen haben ebenfalls Zugriff. Anstatt des Domänennamens kann auch der Servername eingesetzt werden um Zugriff zu erlangen.

Installation von DFS

Das Snap in für DFS findet man z.B. über die Systemsteuerung/Verwaltung über den Punkt Verteiltes Dateisystem.

Verteiltes Dateisystem

Zuerst wird über das Kontextmenü ein neuer Stamm erstellt.

DFS

In der Regel sollte man in einer AD auch den Domänenstamm auswählen.

DFS

Die Domäne für die das Verteilte Dateisystem zuständig sein soll wird ausgewählt

DFS Computer suchen

Danach wird der Server festgelegt der den Speicherplatz zur Verfügung stellt.

DFS Neuen Stamm erstellen
DFS Neuen Stamm erstellen

Der Name des Stammes wird festgelegt

DFS Neuen Stamm erstellen

Die Freigabe wird definiert

DFS Neuen Stamm erstellen
Verteiltes Dateisystem DFS

Danach ist es sinnvoll den Status zu überprüfen und die Aktivierung.

Verteiltes Dateisystem DFS

Auch eine Veröffentlichung im AD ist möglich und auch sinnvoll.

Nach der Installation wird der DFS Stamm ganz normal gemapped z.B. über
net use Laufwerksbuchstabe: Stammname
Beispiel: net use k: \\pq.local\dfs

DFS Replikation

Um Daten redundant vorzuhalten kann auf einen Replikationsmechanissmus zurückgegriffen werden.
Replizieren von Daten Die DFS Replikation wird über den File Replication Service(FRS) gemanaged. Eine Replikation sollte nicht auf einen DFS Stamm sondern auf eine DFS Verknüpfung gelegt werden, da nur Verknüfungen offline geschaltet werden können, was bei einer Fehlersituation hilfreich ist. Bei einer Neuinstallation oder Austausch des Servers der den DFS Stamm vorhält sollte DFS vorher entfernt werden. Bei einem update des Betriebssystems braucht auf DFS keine Rücksicht genommen werden. DFS verwendet für alle im DFS-Namespace Netzwerkfreigaben standardmäßig NetBIOS-Namen. Sollte in einer Netzwerkumgebung kein WINS Server installiert sein, müssen alle Hosts die DFS verwenden voll qualifizierte Namen unterstützen.

Bei Problemen mit den FQDN hilft dieser Registry Eintrag: Der folgende Registrierungsschlüssel muss zu jedem in den DFS-Namespace einbezogenen Server hinzugefügt werden, damit alle Computer voll qualifizierte Namen verstehen. HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services DFS DFSDnsConfig = REG_DWORD 1Dieser Registrierungsschlüssel sollte zu den Servern hinzugefügt werden, bevor der DFS-Namespace erstellt wird. Dies ermöglicht es allen Clients, voll qualifizierte Namen zu erkennen, wenn sie im Rahmen des DFS-Referenzprozesses auf andere Server verwiesen werden. Quelle: Microsoft

Ab Windows Server 2003 RC2 steht der neue Replikationsdienst DFS-R zur Verfügung, welcher wesentlich effizienter arbeitet.

Über den Menüpunkt Aktion kann die Replikation sehr detailliert konfiguriert und verwaltet werden.

Verwalten des Verteilten Dateisystems

Die Verwaltungskonsole ist übersichtlich aufgebaut und gut dokumentiert, so das die Administration nicht übermäßig
komplex ist.
Über die Registerreiter stehen noch weitere Features zur Verfügung wie z.B.

- Ein und Ausblenden von Stämmen
- Aktivieren und Deaktivieren der Replikation
- Stämme, Ziele und Verknüpfungen hinzufügen bzw. entfernen
- Exportieren von Listen in verschiedenen Formaten
- Filtern von Anzeigen

Das Verwalten über die Komandozeile wird über den Aufruf dfscmd gestartet, die Optionen und werden beim Start des Tools angezeigt.

Um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen ist die regelmäßige Überprüfung des Zielstatus eine wichtige Aufgabe.

Folgende Symole sind dabei zu beachten:

Blaues Häckchen: Ziel wird erreicht
Gelbes Ausrufezeichen: Ziel wird nicht vollständig erreicht
Rotes Kreuz: Ziel wird nicht erreicht

Die Definition für Ziel bezieht sich in diesem Fall auf einen Stamm, Verknüpfung oder auf einen anderen DFS Verweis.
In den Details wird angezeigt ob das Ziel online oder offline geschaltet ist.


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