Verstärkte Echtheitsprüfung in Vista

Die bereits 2005 von Microsoft für Windows XP eingeführte Windows Genuine Advantage (Echtheitsprüfung) wurde in Windows Vista noch erweitert. Beim herunterladen von bestimmten Dateien über das Microsoft Download-Center wird immer mal wieder ein WGA Check fällig.

Zusätzlich zu WGA kommt auch noch SPP (Software Protection Platform) zum Einsatz, diese Waffe überprüft ob der Benutzer eine legale Version von Windows besitzt.

Das WGA-System ist in Vista fest integriert ist, und kann über Windows Update eine erneute Überprüfung fordern auch wenn das System bereits als legal erkannt wurde.

Neben dem WGA-Check, ist auch eine Aktivierungsprüfung möglich wenn z.B. Downloads der Vista Ultimate Extras angefordert werden.

Sollte die Echtheitsprüfung scheitern, bleiben dem Kunden 30 Tage, um eine erneute Aktivierung mit einem gültigen Lizenzkey durchzuführen.

Bei Retail-Schlüsseln verhält sich Vista ähnlich wie XP: Innerhalb von 30 Tagen nach der Installation muss per Internet oder telefonisch aktiviert werden.Beim Download von Patches und Updates wird eine WGA Prüfung fällig.

Für Hardwarehersteller, die Vista vorinstalliert liefern , gibt es speziell an den PC gebundene Lizenzschlüssel.Die gekoppelte Vista-Version soll sich bereits in der Fabrik ohne Verbindung zu irgendeinem Server aktivieren lassen, und auch die Recovery-DVDs sollen bereits die Aktivierung enthalten. Bei Austausch von Hardware muß man innerhalb von 3 Tagen reaktivieren

Diesmal erwischt es auch Inhaber eines Volumenlizenzvertrages, die bisher von der Aktivierung verschont blieben.
Spezielle Installationsschlüssel gibt es für Großkunden, und um es noch komplizierter zu machen gleich in zwei Varianten:

1. Keys ähnlich der Aktivierung des Retail-Schlüssels, aber eine mehrfache Aktivierung ist erlaubt.
2. Ein Dienst im lokalen Netzwerk übernimmt die Aktivierung übernimmt. Voraussetzung für dieses Verfahren ist der Einsatz von mindestens 25 PCs mit
Windows Vista oder 5 mit Longhorn-Server. Wenn die Betriebssysteme in virtuellen Maschinen laufen, lassen sie sich zwar ebenfalls über den Dienst aktivieren, zählen aber bei der Frage nach der Mindestanzahl nicht mit. Alle 180 Tage ist eine erneute Aktivierung über diesen Dienst erforderlich.

Unverändert bleiben 30 Tage nach der Installation, um die Aktivierung durchzuführen. Wer diesen Zeitrahmen überzieht kann nur noch mit reduzierter Funktionalität
arbeiten, was heißt Desktop-Icons und Startmenü fehlen und nach einer Stunde wird der Benutzer ohne Vorwarnung abgemeldet.

Wenn die Aktivierung zwar ordnungsgemäß durchgelaufen ist, aber zu einem späteren Zeitpunkt der Installationskey als illegal eingestuft wird, schaltet Vista in den Modus reduzierte Funktionalität, danach steht keine Aero Oberfläche zur Verfügung, einige Features werden deaktiviert, nicht alle Updates können geladen werden und auf dem Desktop steht ein Hinweis, dass diese Vista Version illegal ist.

Besonders ärgerlich war es daß die Echtheitsprüfung unter Windows XP nicht fehlerfrei funktionierte, und so eine Menge an rechtmäßig erworbenen Lizenzen als Raubkopien erkannt wurden.
Es ist ein weiteres Feature das dem Anwender keinen Nutzen bringt, und im ungünstigsten Fall auch noch für Unanehmlichkeiten sorgen kann.

Hier ein Auszug der Original Microsoft Dokumente

Die Lizenzbedingungen von Windows Vista

Kurz vor der Markteinführung von Windows Vista hat Microsoft die Lizenzbedingungen bekannt gegeben. Für Privatkunden gibt es im Vergleich zu Windows XP nur geringfügige Änderungen. Bei Unternehmenskunden ändert sich etwas mehr.

Wollen Privatkunden das Programm auf einem neuen PC installieren oder rüsten sie einen Computer mit neuen Hardware-Bestandteilen auf, brauchen sie zwar prinzipiell eine neue Lizenz. Es reicht jedoch eine Reaktivierung der vorhandenen Lizenz, solange die Software auf dem alten Gerät deinstalliert und die Lizenz nicht auf mehreren Geräten gleichzeitig genutzt wird. Die Reaktivierung funktioniert so oft wie gewünscht. Nach einer Änderung an der Hardware-Ausstattung seines Rechners hat der Nutzer drei Tage Zeit, um die Lizenz zu reaktivieren. Dies funktioniert online oder telefonisch. Falls Microsoft feststellt, dass erhebliche Änderungen effektiv zu einem neuen Rechner geführt haben, wird der Kunde um telefonischen Kontakt mit dem Support-Team gebeten.

Die Lizenz von Windows Vista wird nun regelmäßig über Windows Genuine Advantage (WGA) geprüft. Diese Technologie ermittelt, ob auf dem PC eine Original-Software-Lizenz von Windows Vista eingesetzt wird. Fehlgeschlagene Validierungen führen zum Verlust des Zugangs auf bestimmte Funktionen. Dazu gehören Windows Aero, einige Spyware-Filter des Windows Defender und Windows ReadyBoost für die Nutzung von USB-Sticks zum schnelleren Arbeiten. Außerdem wird der Nutzer regelmäßig benachrichtigt, dass er kein originales System einsetzt.

Darüber hinaus wurde die Garantiezeit von Windows Vista von 90 Tagen auf ein Jahr verlängert und stimmt so mit den meisten anderen Microsoft-Produkten überein. Und jeder Privatnutzer darf ausdrücklich eine Backup-Kopie von Windows Vista erstellen. Entwickler mit MSDN-Abonnement können dagegen so viele Kopien des Programms nutzen, wie sie für ihre Arbeit benötigen.

Änderungen für Unternehmen

Kunden mit Enterprise- oder Volumenlizenzen benötigen Volume Activation 2.0 (VA 2.0) zur Aktivierung und Verwaltung der Lizenzen auf jedem PC. Mit der Einführung von Windows Vista gibt es zwei Typen von Volumenlizenzschlüsseln: Der Multiple Activation Key (MAK) aktiviert PCs über eine direkte Verbindung mit Microsoft-Servern per Internet oder telefonisch. Mit dem Key Management Service (KMS) können Unternehmen selbst Computer in ihrem Netzwerk aktivieren. Die PCs müssen sich anschließend zur Reaktivierung mindestens einmal alle sechs Monate intern mit dem Key Management Service in Verbindung setzen.

Die Lizenzbestimmungen von Windows Vista legen für jede Edition die genauen Nutzungsrechte für die Verwendung innerhalb virtueller Hardwaresysteme fest. Sie berechtigen dazu, die auf dem lizenzierten Gerät installierte Software innerhalb eines virtuellen Hardwaresystems zu verwenden. Es ist aber auch bei Windows Vista nicht erlaubt, eine Lizenz auf einem Gerät zu installieren und eine Kopie davon in einer virtuellen Maschine. Denn für jedes Gerät und für jede Installation ist eine eigene Lizenz nötig.

Windows-Lizenzen, die im Rahmen von Software Assurance erworben wurden, gewähren das Recht auf die Windows Vista Enterprise Edition und damit das zusätzliche Nutzungsrecht, bis zu vier Kopien innerhalb virtueller Umgebungen zu verwenden. Alle Windows Vista-Versionen können ein virtuelles Gast-Betriebssystem enthalten. Windows Vista Business, Enterprise und Ultimate können selbst ein Gast-Betriebssystem sein.

Upgrades auf umfangreichere Windows Vista-Editionen inklusive Lizenznachweis erfolgen durch Windows Anytime Upgrade, das sich derzeit noch in der Entwicklung befindet. Details zu Funktionen oder Fertigstellungstermin stehen daher noch nicht fest.

Weitere Informationen

Die vollständigen Lizenzbedingungen für Endnutzer (EULA, End User License Agreement) von Windows Vista Home Basic, Home Premium, Business und Ultimate gibt es unter http://www.microsoft.com/about/legal/useterms/default.aspx.

Die aktuellen Produktbenutzungsrechte für Volumenlizenzkunden liegen unter http://www.microsoft.com/germany/lizenzen/ueberblick/pur/default.mspx.


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