Öffentliche IP vs. private IP - was ist die passende Option?

Eine Frage, die bei PC-Nutzern immer wieder auftaucht, ist jene nach der IP Adresse. Welche Bedeutung hat sie und wofür wird sie genutzt? Warum gibt es eine private und eine öffentliche IP Adresse? Und welchen Einfluss haben sie auf das in diesem Moment genutzte Netzwerk? Diese Fragen schauen wir uns hier einmal näher an.

Private IP oder öffentliche IP?

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Ohne eine IP kann ein Computer zwar besessen, aber nicht wirklich genutzt werden. Im Netzwerk wird die IP Adresse dafür verwendet, um das jeweilige Endgerät zweifelsfrei zu bestimmen und zu erreichen. Hierbei wird zwischen privater und öffentlicher IP unterschieden. Eine private IP bezeichnet eine Adresse, die genutzt wird, um im gleichen Netzwerk zu kommunizieren. Somit können diverse Rechner über das Intranet zusammengeschlossen werden, ohne dass dafür Zugriff auf das Internet bestehen muss. Vielmehr ignoriert der Router sogar die privaten Adressbereiche. Im eigenen Netzwerk könnten zum Beispiel Dateien von einem PC zum anderen geschickt werden. Dank der lokalen Adressvergabe können die privaten IP Adressen immer wieder vergeben werden, um in anderen lokalen Netzwerken verschiedene Netzwerkteilnehmer zu identifizieren.

Auf der Gegenseite steht die öffentliche IP Adresse. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn außerhalb des lokalen Netzwerks kommuniziert werden soll. Sie wird dem jeweiligen Endgerät im Prinzip von dem Unternehmen zugeteilt, bei dem der DSL-Vertrag abgeschlossen wurde, z.B. also durch die Telekom. Dies gelingt über den Router, über den jeder Weg in das Internet führt. Im Gegensatz zur privaten muss die öffentliche IP Adresse weltweit eindeutig sein. Nur so kann ein bestimmtes Gerät im Netzwerk von überall aus erreichbar sein. Öffentliche IP Adressen nehmen all die Bereiche ein, die nicht von privaten beansprucht werden. Letztere nutzen die Bereiche 10.0.0.0 bis 10.255.255.255, 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 sowie 192.168.0.0 bis 192.168.255.255.

Wie bestimme ich meine IP Adresse?

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Wer wissen möchte, welche IP Adresse er gerade nutzt, kann dies relativ einfach herausfinden. In der Eingabeaufforderung muss dafür einfach der Befehl „ipconfig" eingegeben werden. Nun erhalten Windows-Nutzer diverse Informationen zur eigenen Verbindung, darunter IP Adresse, Subnetzmaske, Gateway-Adresse und vieles mehr. Der Befehl „arp -a" lässt das IP Adresse Scannen weiter fortführen. Nun werden alle IP Adressen angezeigt, die im lokalen Netzwerk aktiv sind. Es gibt auch professionelle Software, um all diese Analysedaten zu erhalten. Diese lohnt sich allerdings eher für Unternehmen, da sie meist einen monatlichen Betrag kostet. Sie dient vor allem dazu, Konflikte bei der Zuweisung von IP Adressen zu vermeiden und den Zugriff nicht autorisierter Netzwerkteilnehmer zu verhindern.

Ist es nun auch möglich, von einer privaten auf eine öffentliche IP Adresse und andersherum zu wechseln? Die Antwort ist ein einfaches Nein. Da private IPs wie oben erwähnt einen anderen Adressbereich als die öffentlichen nutzen, kann keine einfache Umwandlung stattfinden. Die öffentliche IP Adresse wird durch den Router zugeteilt, sobald eine Verbindung zum Internet hergestellt wird. Diese kann entweder statisch oder dynamisch sein, wobei sie im Normalfall immer dynamisch sind, wenn es sich um einen Privatkunden handelt. Einen Unterschied auf wichtige Eigenschaften wie z.B. die Internetgeschwindigkeit hat dies allerdings nicht. Die dynamische öffentliche IP Adresse verändert sich z.B. bei einer Neuverbindung des Routers oder nach einem Stromausfall im Netzwerk automatisch.